Kunst der Berührung- Ein echtes Wohlfühlprogramm

Welche Massageformen gibt es und was versteht man unter Massage?

Massage ist eine der traditionellen und jahrtausendealten Therapieformen. Es kommen verschiedene Massagetechniken zum Einsatz, je nach den Anforderungen des Patienten beziehungsweise Kunden. Zunächst  ertastet der Masseur eventuelle Problemfelder, beispielsweise Verspannungen, Verhärtungen und Erkrankungen des Bewegungsapparates im Körper des Patienten. Auch neurologische Ursachen und stressbedingte oder psychosomatische Erkrankungen sind mögliche Krankheitsbilder, bei denen Massage zur Linderung in Frage kommt. Es gibt aber auch Kontraindikationen wie beispielsweise akute Entzündungen. Daher sollte man im Zweifelsfall vorab immer einen Arzt aufsuchen. Ist ein Patient für eine Massagebehandlung geeignet, werden seine körperlichen Problembereiche durch spezifische Massagetechniken bearbeitet. Hierbei kommen verschiedene Massageformen zum Einsatz: Streichungen, Dehnungen, Klopfungen, Reibungen und Vibrationen. Man unterscheidet Massage zu heiltherapeutischen Zwecken und Massage als Wellnessangebot. Überschneidungen sind möglich.

Was ist klassische Massage?

Die klassische Massage, auch schwedische Massage genannt, setzt auf der Haut und an der Muskulatur des Patienten an. Verspannungen und Verhärtungen können so gelöst werden. Diese Massageform wirkt entspannend, schmerzlösend, fördert die Durchblutung und wirkt Stauungen entgegen. Es gibt Teilkörper- und Ganzkörpermassage. Ganzkörpermassage umschließt normalerweise Arme, Hände, Füße, Beine, Schultern, Rücken und Nacken. Sie wird als medizinische Therapie kaum verschrieben. Die Teilkörpermassage behandelt einzelne Körperteile. Beine, Arme, Rücken, Bauch, Brust und Gesicht als Zielorte der Massage sind typisch.

Was ist Reflexzonenmassage?

Reflexzonenmassage zählt zu den alternativmedizinischen Behandlungsmethoden. Im Mittelpunkt steht der Gedanke, dass sich Organe und Muskelgruppen auch auf der Hautoberfläche und direkt darunter widerspiegeln, so dass man sie durch die Massage der Haut positiv beeinflussen kann. Sie kommt vor allem in der Schmerztherapie und bei Durchblutungsstörungen zum Einsatz.

Was ist Manuelle Lymphdrainage?

Lymphdrainage zählt zu den physikalischen Anwendungen. Sie wird nach Operationen, nach der Entfernung von Lymphknoten (Tumorbehandlung), bestimmten Verletzungen, Verbrennungen und Traumen eingesetzt. Ihr Ziel ist es, Lymphödeme zu behandeln und zur Entstauung beizutragen. Bestimmte Griffe wie stehender Kreis, Pumpgriff, Schöpfgriff und Drehgriff werden durchgeführt.

Was ist Colonmassage?

Die Colonmassage dient der Massage des Bauchraums (vgl. colon: lat. Dickdarm) und wird besonders bei chronischer Verstopfung angewendet.

Was ist Thaimassage?

Die traditionelle Thaimassage ist eine Massagetechnik aus Südostasien beziehungsweise ursprünglich Indien, die aus Dehn- und Streckbewegungen besteht, die dem Yoga entlehnt sind. Druckpunktmassage und Gelenkmobilisation gehören ebenfalls dazu. Bei der Thaimassage werden zehn Energielinien – aus insgesamt 72 Energielinien, die den Körper nach ayurvedischer Lehre durchziehen – durch Druck- und Dehnungsbewegungen bearbeitet. Der Masseur verwendet hierbei Handballen, Daumen, Knie, Ellenbogen und Füße. Die Thaimassage steht in der Tradition der buddhistischen Mönche. Durch die Thaimassage verbraucht die Muskulatur des Patienten vermehrt Sauerstoff. Die Folge ist die Zufuhr sauerstoffreicher Luft über die vertiefte Atmung, bei der dem Körper Lebensenergie zugeführt wird. Entspannung und Regeneration sind die Folge. Die stoffwechselanregende, durchblutungsfördernde und Gelenkigkeit fördernde Wirkung der Thaimassage ist im Westen auch wissenschaftlich bestätigt worden.

Andere Massageformen

Weitere bekannte Massageformen sind Ayurvedamassage, Hot Stone, Lomi Lomi Nui, Unterwasserdruckstrahlmassage, Shiatsu, Ölmassage, Esalenmassage, Akupressur, Schröpfkopfmassage und viele andere Massagearten.

Wir wirkt Massage?

Je nach Art der Massage wirkt diese auf die entsprechenden Körperregionen und auch auf die Psyche wohltuend. Allgemein kann man feststellen, dass Massage Verspannungen lösen und für die Entspannung von Haut und Bindegewebe sorgen kann. Massage wirkt in der Regel blutdruck- und pulssenkend. Die Durchblutung wird gesteigert. Massage kann die Wundheilung verbessern und auch Narben und Verklebungen positiv beeinflussen. Muskelentspannung und Schmerzlinderung sind eine erwünschte Wirkung. Massage wirkt aber auch auf das vegetative Nervensystem und fördert daher die psychische Entspannung und Stressreduktion.

Wann ist Massage sinnvoll?

Massage kann bei Muskelverspannungen und Schmerzen im Schulter-, Rücken-, Nacken-, und Armbereich zum Einsatz kommen. Auch bei Rheuma wird Massage manchmal durchgeführt. Nach Operationen kommen Patienten mit Narben zur Behandlung in die Massagepraxis. Bei bestimmten Organerkrankungen, Asthma und Verstopfung kann Massage ebenfalls hilfreich sein. Frische Verletzungen, Knochenbrüche, Tumorerkrankungen, Thrombosen und Venenerkrankungen sind für Massagebehandlung nicht geeignet. Personen mit Vorerkrankungen sollten zunächst einen Arzt befragen. Massage kann auch zu Entspannungs- und Wellnesszwecken angewendet werden.