Gesundheit durch Harmonie

Die chinesische Medizin besitzt eine lange Tradition. Das Zusammenspiel aus Akupunktur, Arzneimitteltherapie, Ernährungskunde, Bewegungslehre und Tuina-Massage hat auch hierzulande viele Anhänger gefunden. Die Wurzeln der chinesischen Medizin reichen rund 6000 Jahre zurück. In den 50er-Jahren des vergangenen Jahrhunderts schufen Mediziner der Volksrepublik China während der Kulturrevolution eine einfacher umsetzbare „Kurzversion“ ihrer traditionsreichen Volksheilkunde. Die WHO prägte dafür den Begriff Traditionelle Chinesische Medizin (TCM). Seit den 70er-Jahren erobert die TCM den Westen. Heute ist sie in Deutschland ein boomender Markt. Ihre Umsätze liegen bei rund 3,2 Milliarden Euro, erklärt die Deutsche Gesellschaft für TCM. Beispielsweise lassen sich Schätzungen zufolge eineinhalb Millionen Patienten pro Jahr in Deutschland akupunktieren. 


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Welches Kraut hilft wofür?

Kamille kann als Tee Bauchweh lindern, in der Creme Hautentzündungen stillen, inhaliert kann sie die Schleimhäute austrocknen. Wie wirken Heilpflanzen? Wann und wem schaden sie?

Salbei(Salvia officinalis )

Salbei setzt man meistens als Teeaufguss ein. Dazu müssen ein bis zwei Teelöffel Blätter mit einer Tasse kochendem Wasser übergossen werden. Der Sud sollte zehn Minuten ziehen. Als Gurgelmittel hat sich Salbei gegen Entzündungen und Reizungen der Mund- und Rachenhöhle bewährt. Der Tee reguliert Verdauungsstörungen, Blähungen, Durchfall und leichte Entzündungen des Magen-Darm-Trakts.

Birke (Betula spec.)

Ein Gemisch aus Flavonoiden, Bitterstoffen, ätherischen Ölen, Gerbstoffen und Saponinen entwässert und führt mild ab. Es hemmt Entzündungen, lindert Schmerzen und fördert die Schweißbildung.

Schafgarbe (Achillea millefolium)

Schafgarbentee (ein bis zwei Teelöffel getrocknetes Kraut und Blüten in einer Tasse kochend heißem Wasser zehn bis 15 Minuten ziehen lassen) dreimal täglich heiß trinken. Umschläge mit Schafgarbe helfen bei Verwundungen und Geschwüren. Sitzbäder mit Schafgarbe heilen Analerkrankungen.